Beschwerdeausschüsse beraten im Juni

Die Beschwerdeausschüsse des Deutschen Presserats kommen vom 12.-14. Juni in Berlin zusammen. Auf der Agenda stehen u.a. Beschwerden gegen den Rheinneckarblog wegen eines Artikels über einen angeblichen Terroranschlag in Mannheim. Auch gegen die Süddeutsche Zeitung hat der Presserat ein Verfahren eingeleitet im Fall einer als antisemitisch kritisierten Netanjahu-Karikatur. 

Presserat: "Medien-Ombudsleute tragen dazu bei, die Glaubwürdigkeit der Medien zu sichern"

Am 27. April gründet sich in Würzburg die Vereinigung der Medien-Ombudsleute e.V. Die Ombudsleute von Zeitungen bekräftigen damit, dass es sich lohnt, sich als Ombudsmann, Leseranwalt oder Leserbotschafter für das eigene Medium einzusetzen.

„Der Deutsche Presserat schätzt und unterstützt die Arbeit der Ombudsleute. Als Moderatoren zwischen Lesern und Redaktion ergänzen sie bereits unsere Arbeit und tragen dazu bei, medienethische Diskussionen anzustoßen und die Glaubwürdigkeit der Medien zu sichern“, so Lutz Tillmanns, Geschäftsführer des Deutschen Presserats. 

Medien-Ombudsleute erklären den Lesern die journalistische Arbeit in den Redaktionen mit dem Ziel, mehr Transparenz und Leserzufriedenheit zu erreichen.

Die Landschaft der Ombudsleute ist sehr vielfältig: Einige sind Experten außerhalb der Redaktion, andere Redakteure aus dem eigenen Haus. Manche arbeiten unabhängig von der Chefredaktion, andere sind dort eingegliedert.

Beim Presserat als bundesweite Selbstkontrolle dagegen können sich Leser generell über Veröffentlichungen mit deutscher Redaktion beschweren. Der Presserat stellt damit eine verlagsunabhängige und medienübergreifende Instanz dar.

Beiden gemeinsam ist jedoch, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Presseethik leisten und die Pressefreiheit verteidigen. Ombudsleute sind bereits wichtige Ansprechpartner für den Presserat in den Verlagen.




Aktuelles

10. April 2018

Stellenausschreibung: Volljurist/-in gesucht

Der Presserat sucht für seine Geschäftsstelle als Elternzeitvertretung in Teilzeit (75 Prozent) ab dem 1. Juni 2018 zunächst bis zum 31.01.2019...

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23. März 2018

Rüge für BILD-Bericht "Schmutzkampagne der SPD"

BILD hatte unter dem Titel „Neue Schmutzkampagne bei der SPD“ über einen angeblichen Mailverkehr zwischen Juso-Chef Kevin Kühnert und einem Russen...

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22. März 2018

Qualität von Online-Umfragen muss für die User erkennbar sein

Nicht-repräsentative  Online-Umfragen müssen als solche gekennzeichnet sein. Das Plenum des Deutschen Presserats hat entschieden, dass derartige...

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21. März 2018

Volker Stennei ist neuer Sprecher des Presserats

Volker Stennei ist neuer ehrenamtlichen Sprecher im Plenum des Deutschen Presserats. Der 56-jährige Chefredakteur und Verlagsgeschäftsführer aus Unna...

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07. März 2018

Bilanz 2017: Weniger Rügen als im Vorjahr

Der Deutsche Presserat hat in Berlin seinen Jahresbericht vorgestellt. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse ist weiter gefragt, auch wenn die...

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Qualität von Online-Umfragen muss für die User erkennbar sein

Nicht-repräsentative  Online-Umfragen müssen als solche gekennzeichnet sein. Das Plenum des Deutschen Presserats hat entschieden, dass derartige Votings ohne entsprechende Kennzeichnung die im Pressekodex definierte journalistische Sorgfaltspflicht verletzen. Ein User hatte sich beim Presserat beschwert, weil er an einer Umfrage der Online-Ausgabe des Münchner Merkurs gleich mehrfach teilnehmen und so das Ergebnis massiv beeinflussen konnte. Zur Pressemitteilung

Volker Stennei ist neuer Sprecher des Presserats

Volker Stennei ist neuer ehrenamtlicher Sprecher im Plenum des Deutschen Presserats. Der 56-jährige Chefredakteur und Geschäftsführer aus Unna wurde vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in den Presserat entsandt und löst turnusgemäß den bisherigen Sprecher Manfred Protze von der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) ab.

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Ergebnisse der Beschwerdeausschüsse im März 2018

Der Presserat hat auf seinen Sitzungen vom 20. bis 22. März insgesamt zehn Rügen ausgesprochen. Gerügt wurde u.a. der BILD-Bericht über die angebliche "Schmutzkamapagne bei der SPD", der sich später als Satire-Aktion der Titanic herausstellte. Beschwerden über die Berichterstattung über den Fall Dieter Wedel von ZEIT Online wies der Presserat als unbegründet ab. Auch die Veröffentlichung von G20-Fahndungsfotos ist presseethisch akzeptabel. Zur Pressemitteilung 

Jahresbericht 2017: Immer mehr Rügen wegen Schleichwerbung

Der Deutsche Presserat hat am 7. März in Berlin seinen Jahresbericht vorgestellt. 1.788 Leserinnen und Leser wandten sich im vergangenen Jahr an den Presserat. 2016 gab es noch 1.851 Beschwerden. Weniger häufig als in den Vorjahren griff der Presserat zu seiner schärfsten Sanktion: 21 öffentliche Rügen verhängten die Beschwerdeausschüsse 2017, im Vorjahr waren es 33. Fast jede zweite Rüge bezog sich auf Verstöße gegen den Trennungsgrundsatz von Werbung und Redaktion. „Gerade im unklaren Aufbau von Online-Seiten und der Bezeichnung von bezahlten Veröffentlichungen als ‚Partnerinhalt‘ sehen wir eine schwerwiegende Irreführung der Leserinnen und Leser“, so der Geschäftsführer des Presserats Lutz Tillmanns.

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Datenbank

Rüge, Missbilligung oder Hinweis, wie hat der Presserat entschieden? Hier können Sie online in der Spruchpraxis des Presserats eine Auswahl an Beschwerdefällen von 1985 bis heute recherchieren.
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Stellenausschreibung: Der Presserat sucht eine/n Volljuristin / Volljuristen

Der Presserat sucht für seine Geschäftsstelle als Elternzeitvertretung in Teilzeit (75 Prozent) ab dem 1. Juni 2018 zunächst bis zum 31.01.2019 befristet eine/n Volljuristin / Volljuristen. Zur Stellenausschreibung

Stellenausschreibung: Referent/-in für die Beschwerdearbeit

Der Presserat sucht für seine Geschäftsstelle in Berlin ab dem 1. Juli 2018 befristet (Teilzeit: 50 Prozent) bis 30. Juni 2019 eine(n) Referenten/-in für die Beschwerdearbeit. Zur Stellenausschreibung