Presserat ein gefragter Ansprechpartner

Der Deutsche Presserat war im Jahr 2014 gefragter als jemals zuvor. Die Zahl der Beschwerden stieg auf einen Rekordwert in der Geschichte der Freiwilligen Selbstkontrolle der Presse. Nachdem sich im Jahr 2012 noch 1500 Menschen an den Presserat gewandt und im Jahr 2013 1347 Personen wegen möglicher Verstöße gegen die pressethischen Grundsätze um die Überprüfung von Veröffentlichungen gebeten hatten, stieg die Zahl der Beschwerden im Jahr 2014 auf 2009 an. In ca. 90 Prozent der Fälle wendeten sich Privatpersonen, in ca. 10 Prozent der Fälle Vereine, Parteien oder Firmen an den Presserat.

Zumeist richteten sich die Beschwerden gegen regionale Tageszeitungen, Publikumszeitschriften und Boulevardzeitungen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 20 öffentliche Rügen und eine nicht öffentliche Rüge ausgesprochen. Die gesellschaftlichen Veränderungen im Medienkonsum schlagen sich zunehmend im Beschwerdeverhalten nieder. So richteten sich im vergangenen Jahr 63 Prozent der Beschwerden gegen Online-Veröffentlichungen. Auf reine Print-Veröffentlichungen bezogen sich nur noch 29 Prozent der Beschwerden. Sowohl die Print- als auch die Online-Variante einer identischen Veröffentlichung wurde von 8 Prozent kritisiert. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre spürbar fort. mehr lesen

Aktuelles

03. September 2015

Zeitungen zeigen Foto eines ertrunkenen Jungen

Verschiedene Zeitungen haben Fotos eines ertrunkenen Flüchtlingsjungen an einem Strand in der Türkei gezeigt. Der Presserat hat hierzu bereits...

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03. September 2015

Beschwerden zu Bild mit toten Flüchtlingen

Der Deutsche Presserat hat zu der Veröffentlichung eines Fotos in BILD Online, das tote Flüchtlinge in einem Lastwagen zeigt, diverse Beschwerden...

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19. August 2015

"Journalismus finanzieren"

Qualität hat ihren Preis: Journalismus finanzieren“, lautet der Titel des IQ-Herbstforums am 12. Oktober 2015 (Beginn: 11 Uhr) beim Deutschlandradio...

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06. August 2015

Pressefreiheit auf dem Prüfstand

Die Ermittlungen gegen die beiden Journalisten von netzpolitik.org haben hohe Wellen geschlagen. Das Verhältnis von Pressefreiheit und Justizfreiheit...

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Jahresbericht: Kodex wichtige Orientierungshilfe

Der Presserat blickt zurück auf ein Rekordjahr 2014. Noch nie gab es so viele Beschwerden. Sprecher Tilmann Kruse zieht Bilanz: Transparenz und journalistische Sorgfalt sind gerade im Zusammenhang mit Krisenberichterstattung von besonderer Bedeutung. Dies zeigt sich auch 2015 mit Blick auf Katastrophen wie den Germanwings-Absturz. Gerade in Krisenzeiten bieten die Leitlinien des Pressekodex eine wichtige Orientierungshilfe. Den gesamten Jahresbericht finden sie hier

Beschwerdeformular

Falsche Tatsachen oder saubere Recherche? Jede Person kann sich beim Presserat über journalistische Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und deren Online-Auftritten beschweren und diese presseethisch prüfen lassen. weiter zum Beschwerdeformular

Pressekodex

Pressekodex

Der Pressekodex ist das ethische Regelwerk für die journalistische Arbeit. Es enthält klare Spielregeln hinsichtlich einer verantwortungsvollen Berichterstattung und eines angemessenen journalistischen Verhaltens. Hierzu gehören vor allem die Regeln zur Achtung der Wahrheit, zur Sorgfaltspflicht bei der Recherche sowie zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte. Zuletzt wurde der Kodex im März 2015 im Hinblick auf onlinespezifische Anforderungen an die Presseethik ergänzt. mehr lesen

Datenbank

Rüge, Missbilligung oder Hinweis, wie hat der Presserat entschieden? Hier können Sie online in der Spruchpraxis des Presserats Beschwerdefälle von 1985 bis heute recherchieren.
zur Online-Recherche

Kontakt Presse

Edda Eick, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

eick(at)presserat(dot)de

Tel: 030/367007-13

Downloads

Hier finden Sie eine Übersicht aller Publikationen des Deutschen Presserats zum Download. Zum Beispiel Pressekodex, Satzung, Leitfäden... klicken Sie hier